Hallig Hooge, Oland oder Gröde. Die Halligen sind immer eine Reise wert. Erfahren Sie mehr!

Wie die Halligen entstanden

Seit der letzten Eiszeit steigt der Meeresspiegel weltweit an. Als Folge überflutete die Nordsee im späten Mittelalter weite Teile des besiedelten Landes. Nur die höher gelegenen Geestinseln Föhr, Amrum und Sylt blieben bestehen. Die Reste der Marschinseln Pellworm und Nordstrand konnten durch die nach den Flutkatastrophen errichteten Deiche gehalten werden.
Ebbe und Flut (die Gezeiten), insbesondere aber Sturmfluten haben in einem jahrhundertelangen Prozess Landflächen fortgerissen und andernorts als Sediment wieder aufgeschichtet. So wuchsen die Halligen als kleine Marschinseln im Meer in die Höhe. Mehr als 100 Halligen soll es gegeben haben, heute sind es noch zehn.
Zum Schutz vor Überflutung stehen die Gebäude auf künstlich aufgeworfenen Erdhügeln. Bei "Landunter", wenn die Nordsee Halligland überflutet, ragen nur noch diese "Warften" aus dem Meer.

Hallig Hooge - Königin der Halligen

Mit einer Größe von ca. 5 qkm ist sie die zweitgrößte Hallig. Auf den neun bewohnten Warften leben etwa 120 Einwohner. Viele alte Kulturspuren im Watt zeugen von der einstigen Größe der Hallig. Durch die ewigen Sturmfluten der letzten Jahrhunderte wurden gewaltige Landmengen abgetragen. Jetzt umgibt Hooge ein Sommerdeich. Er schützt das Land und lässt die Hallig erst bei einem Wasserstand von 1,50 - 2,0 Meter über Mitteltidehochwasser volllaufen (Landunter). Sehenswerte Ziele: Kirchwarft mit Halligkirche aus dem 17. Jahrhundert, Königspesel auf der Hanswarft. In diesem Kapitänshaus aus dem 18. Jahrhundert kann man den prächtigen Pesel (gute Wohnstube) bewundern, in dem einstmals der Dänenkönig Friedrich VI. übernachtete. Heimatmuseum auf der Hanswarft: Gebrauchsgegenstände von den Halligen, alte Funde aus dem Watt und Seefahrer-Mitbringsel ergeben eine reizvolle Atmosphäre. Naturschutzstation Wattenmeer mit Informationen über Naturschutzarbeit im Wattenmeer und naturkundlichen Ausstellungen.

Hallig Langeneß

Die größte Hallig im Wattenmeer ist 10 Kilometer lang und durchschnittlich 1 Kilometer breit. Langeneß wuchs aus den Halligen Nordmarsch, Butwehl und Langeneß zusammen. Auf den 18 bewohnten Warften leben derzeit etwa 130 Einwohner hauptsächlich von der Landwirtschaft.
Sehenswerte Ziele:

  • Kirchwarft mit Halligkirche, Pastorat und Schule
  • Honkenswarft mit dem Museum Langeneß (Friesenpesel)
  • Salzgewinnungsfelder liegen nördlich der Hallig und zeugen von der Zeit, als aus Torfasche Salz gewonnen wurde.

Hallig Gröde

Sie bildet mit ca. 2,5 qkm Größe und 16 Einwohnern die kleinste Gemeinde der Bundesrepublik mit eigenem Bürgermeister, eigener Schule und Kirche. Die Einwohner leben zur Hauptsache von der Landwirtschaft (Viehzucht). Auf Gröde hat sich der urtypische Landschaftscharakter einer Hallig am besten erhalten. Neben der Knudtswarft mit den vier reetgedeckten Häusern bildet die, ebenfalls reetgedeckte,
Kirchwarft mit Schule aus dem Jahre 1779 eine harmonische Hallig-Architektur. Gröde ist am Ufer nur durch eine Steinkante geschützt und meldet daher jährlich etwa vierzigmal "Landunter".

Hallig Oland

Auf der etwa 117 Hektar großen Hallig leben derzeit 45 Einwohner auf einer Warft. In den 20er Jahren dieses Jahrhunderts wurde ein Damm vom Festland nach Oland gebaut. Für den Warentransport errichtete man eine Schienen-Lore. Das Prachtstück der Warft ist die Halligkirche mit einer sehr wertvollen Ausstattung.