Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern zum Jahreswechsel


Anordnung für ein A B B R E N N V E R B O T von Feuerwerkskörpern

Reet- und Strohdächer gelten als besonders brandgefährdet, daher wird, um Brandgefahren durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern aus Anlass des Jahreswechsels vorzubeugen, gem. § 24 Abs. 2 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz in Verbindung mit § 2 Abs. 2 Nr. 2 der Landesverordnung zur Ausführung des Sprengstoffrechts (in der jeweils zurzeit gültigen Fassung) angeordnet:

Das ohnehin vom 02. Januar bis zum 30. Dezember bestehende Abbrennverbot für pyrotechnische Gegenstände der Klasse II wird für das Gebiet des Amtes Südtondern hinsichtlich der Verwendung (Abbrennen) von Feuerwerkskörpern in einem Abstand von mindestens 200 m zu Reet-/Strohdachgebäuden auch auf den 31. Dezember 2020 und den 01. Januar 2021 ausgedehnt.

Anordnung der sofortigen Vollziehung:

Gem. § 80 Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) wird bezüglich der Anordnung des Abbrennverbotes die sofortige Vollziehung angeordnet. Folg-lich hat ein evt. Widerspruch keine aufschiebende Wirkung. Diese sofortige Voll-ziehung wird angeordnet, da zum Jahreswechsel verhindert werden soll, daß durch das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II Brände in der Nähe von/an Reet-/Strohdachgebäuden verursacht werden, da diese Ge-bäude besonders brandempfindlich sind.

Dabei überwiegt das Interesse der Eigentümerinnen und Eigentümer sowie der Bewohner von reet-/strohgedeckten Gebäuden vor Brandgefahren geschützt zu werden gegenüber dem nur geringfügig eingeschränkten Vergnügen des Einzelnen pyrotechnische Gegenstände in der Silvesternacht im Umfeld dieser Gebäude abzubrennen.

Zuwiderhandlungen können gem. § 46 Nr. 9 der 1.Verordnung zum Sprengstoff-gesetz in Verbindung mit § 41 Abs. 1 Nr. 16 des Sprengstoffgesetzes als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden.

Hinweis:

Sofern es durch den Bund, das Land Schleswig-Holstein, den Kreis Nordfriesland oder das Amt Südtondern bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und/oder der Geflügelpest nach Erlass dieser Anordnung weitergehende Einschränkungen/Verbote geben sollte, so haben diese gegenüber dieser Anordnung Vorrang.

Zwischenzeitlich sind weitere Verordnungen und Allgemeinverfügungen erlassen worden. Die Bestimmungen für den Jahreswechsel 2020/2021 lesen Sie bitte nach unter:

  • Allgemeinverfügung des Kreises Nordfriesland über ergänzende Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und zur Bestimmung der Bereiche, in denen nach § 2 c der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 die Verwendung von Feuerwerkskörpern untersagt ist (bitte hier klicken!)
  • Landesverordnung zur Bekämpfung des SARS-CoV-2 Virus vom 14.12.2020 (bitte hier klicken!)

Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen diese Anordnung kann innerhalb eines Monats nach der Bekanntgabe Widerspruch eingelegt werden. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Nieder-schrift beim Amtsdirektor des Amtes Südtondern, Marktstraße 12, 25899 Niebüll, einzulegen.

Gegen die Anordnung der sofortigen Vollziehung kann beim Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht, Brockdorff-Rantzau-Straße 13, 24837 Schleswig, gemäß § 80 Abs. 5 der Verwaltungsgerichtsordnung die Wieder-herstellung der aufschiebenden Wirkung beantragt werden.

Niebüll, d. 30. November 2020

Amt Südtondern
Der Amtsdirektor