Weihnachtsgruß der Gemeinde Leck


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nachdem in diesem Jahr der Sommer gar nicht enden wollte, kann man sich kaum vorstellen, dass in wenigen Tagen das Weihnachtsfest schon vor der Tür steht und das neue Jahr ist auch nicht mehr weit. Man fragt sich, wo ist bloß das Jahr geblieben?

Ein Jahr, das wieder einmal von vielen schönen und gut organisierten Veranstaltungen im Ort geprägt war. Es war eine bunte Mischung der unterschiedlichsten Aktionen. Sicherlich war für jeden etwas dabei.

Eins war aber allen gemein: Sie wurden fast ausnahmslos von ganz vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern getragen. Dafür kann man den vielen Menschen in unseren Vereinen und Organisationen nur Dank sagen und Anerkennung zollen.

Ob es nun die großen, für jeden sichtbaren Veranstaltungen, wie unser Bürgerfest, der NOSPA Nordsee Cup, die Augartenparties, die HGV-Messe, das „Maibaumfest“, die Blutspendeaktionen oder die unzähligen Frühlings- und Sommerfeste, die Spielenachmittage in den Kindergärten und Schulen, Seniorenwohnanlagen und bei den Vereinen waren- ohne das großartige ehrenamtliche Engagement so vieler Menschen, wäre unser Leck sicherlich bei weitem nicht so liebens- und lebenswert wie es halt ist.

Dafür sagen wir allen ein ganz herzliches Dankeschön.

Nun folgt die ruhige und besinnliche Zeit. Eine Zeit, die man traditionell mit Familie und Freunden verbringt und das alte Jahr ausklingen lässt.

„Stille Nacht, heilige Nacht“ heißt es in dem vermutlich bekanntesten aller Weihnachtslieder in 300 Sprachen weltweit. Ein Lied, das übrigens in diesem Jahr 200. Geburtstag feiert und ein Teil des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO ist.

Noch ist indes von der weihnachtlichen Stille, die auch Theodor Fontane in seinem Weihnachtsgedicht „Alles Still“ so trefflich beschreibt, wenig zu spüren. Überall sind die Weihnachtsmärkte noch voll, die Menschen hetzen durch die Geschäfte auf der Suche nach den letzten Geschenken für die Lieben, die Weihnachtsessen müssen vorbereitet werden und manchmal führen ausgerechnet die Geschenke und das Weihnachtsessen zum Streit unter dem Weihnachtsbaum.

Unweigerlich schießt einem da die Frage nach dem Sinn der Weihnacht in den Kopf. Auch wenn weltweit viele Menschen heutzutage das Weihnachtsfest feiern, hat es eine christliche Tradition. Wir Christen feiern die Geburt von Jesus Christus. Die Geschenke erinnern an die Gaben der 3 heiligen Könige, aber auch an das Erlösungsgeschenk in Gestalt Gottes eingeborenen Sohnes. Auch wenn diese Geschenke natürlich damals wie heute einen materiellen Werk haben, zählt aber noch mehr deren Symbolkraft. Und so sollte es dann ja auch heute noch sein. Nicht das größte und teuerste Geschenk hat den größten Wert. Etwas, was mit Liebe selbst gemacht wurden, Geschenke die von Herzen kommen, ein Gespräch mit einem einsamen Menschen (nicht nur in der Weihnachtszeit) ist oft mehr wert, als noch so teure Gaben. Sich um die Schwächeren in unserer Gesellschaft zu kümmern, ist nicht in Gold aufzuwiegen.

Weihnachten ist auf jeden Fall die Zeit, einmal inne zu halten und nachzudenken. Die Zeit zwischen den Jahren ist aber auch die Zeit, um Kraft zu tanken für die Herausforderungen des kommenden Jahres. Wünsche entstehen in den Gedanken, gute Vorsätze werden notiert und dann ist es auch schon da, das neue Jahr.

Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen eine ruhige, stressfreie und besinnliche Weihnachtszeit und ein schönes Weihnachtsfest im Kreise der Familie und Freunde. Für das kommende Jahr wünschen wir Ihnen Glück, Gesundheit, Wohlergehen und die Kraft, alle Herausforderungen zu meistern. Mögen Ihre Wünsche und guten Vorsätze in Erfüllung gehen.

Ihre Sabine Detert
Bürgervorsteherin

Ihr Andreas Deidert
Bürgermeister