Auf Einladung der Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e.V. (ALR) besuchte der Arbeitskreis „Wirtschaft im Ländlichen Raum“ gestern – gemeinsam mit interessierten Gästen – die Gemeinde Leck. Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern von Kommunen und Verbänden aus ganz Schleswig-Holstein zusammen.

Bürgermeister Andreas Deidert begrüßte die Gäste und hielt einen rund einstündigen Vortrag zur Entwicklung der Gemeinde Leck mit besonderem Schwerpunkt auf dem Konversionsgebiet „Flugplatz Leck“ – wirtschaftlich eines der spannendsten Konversionsprojekte Deutschlands. Er gab Einblicke in die mehr als zehnjährige Planungsgeschichte des rund 320 Hektar großen Areals, das gemeinsam von den Gemeinden Leck, Klixbüll und Tinningstedt entwickelt wird, und schilderte dabei sowohl die Erfolge als auch die Herausforderungen auf diesem Weg – von der Flüchtlingskrise über die Corona-Pandemie bis hin zu Verzögerungen in der Zusammenarbeit verschiedener Bundesbehörden, der Kampfmittelfreigabe, PFAS-Belastungen und dem Bundeswehr-Moratorium.
Im Anschluss an den Vortrag besichtigte die Gruppe das Gelände vor Ort, unter anderem den SLAR-Bunker – an einem heißen Tag eine willkommene Abkühlung. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der tatsächlichen Größe des Areals.
Aktuell nutzt das Kraftfahrt-Bundesamt die rund drei Kilometer lange ehemalige Landebahn für Fahrzeugtests. Darüber hinaus geht es um die Ansiedlung flugaffinen Gewerbes aus dem Bereich der Drohnenfliegerei, die Etablierung des Gewerbeparks Südtondern sowie den Betrieb eines Hochsicherheitsrechenzentrums.

Zum Abschluss des Besuchs bedankte sich der Arbeitskreis bei Bürgermeister Deidert mit einem kleinen Blumengruß. Die Gruppe setzte ihr Programm anschließend mit einem Mittagessen in Sankelmark sowie einem Besuch der Wattmanufactur in Freienwill fort.