„Kalte Nahwärme Leck“ noch einmal vor Ort erlebt
Diese Woche besuchten Prof. Dr. Frank Osterwald, Geschäftsführer der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH), und Niklas Bebendorf, Projektleiter Bildung, Gesellschaft & Kommunen bei der EKSH, die Gemeinde Leck. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Deidert sowie Heinz-Gerhard Gülck und Joachim Pilz von den Stadtwerken Nordfriesland (SWNF) sahen sie sich das innovative Projekt „Kalte Nahwärme Leck“ noch einmal vor Ort an und tauschten sich darüber aus.

Austausch bei einer Tasse Kaffee, von links Niklas Bebendorf, Joachim Pilz (SWNF) und BGM Andreas Deidert
Platz 1 bei der ENERGIEOlympiade
Die Gemeinde Leck hatte 2025 gemeinsam mit der Stadtwerke Nordfriesland GmbH den 1. Platz bei der renommierten ENERGIEOlympiade in Schleswig-Holstein errungen. Unter 72 eingereichten Konzepten wurde im Bereich EnergieKommune das zukunftsweisende Projekt „Kalte Nahwärme Leck“ ausgezeichnet, das durch seine Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit überzeugt hat.

Von links: EKSH-Geschäftsführer Frank Osterwald, Joachim Pilz, Stadtwerke Geschäftsführer Heinz-Gerhard Gülck, Frank Christiansen, Minister Tobias Goldschmidt bei der Preisverleihung (© EKSH/Henrik Matzen)
Das prämierte System basiert auf einem kalten Wärmenetz, das mithilfe von Erdkollektoren und Wärmepumpen Gebäude energieeffizient und nahezu CO₂-frei versorgt. In Leck kommt es bereits erfolgreich im Neubaugebiet Mühlenberg II auf dem ehemaligen Fliegerhorst-Gelände zum Einsatz.
Dank an Stadtwerke Nordfriesland und Politik
Bürgermeister Andreas Deidert dankte noch einmal ausdrücklich den Stadtwerken Nordfriesland für die professionelle Umsetzung des Projektes und den politischen Gremien, die diesen innovativen und nachhaltigen Weg mitgegangen sind. Im neuen Baugebiet Mühlenberg II entstehen auf insgesamt 73 Grundstücken Einzel- und Doppelhäuser. Aktuell (Stand Oktober 2026) sind 49 Grundstücke bereits verkauft, 14 sind reserviert.
„Das Wichtigste ist unsichtbar, das haben wir alles verbuddelt!“…
…so Joachim Pilz scherzhaft. Er arbeitet seit 33 Jahren bei den Stadtwerken Nordfriesland und hat unter anderem den Erdgasausbau in Leck mit aufgebaut. Ihn begeistert die Technik der „Kalten Nahwärme“. Das nachhaltige Leuchtturmprojekt hat bei den Stadtwerken zwar viel Kapital gebunden, wie Geschäftsführer Heinz-Gerhard Gülck erläuterte. Er ist aber nach wie vor überzeugt, dass das Projekt mit seiner Wertschöpfung direkt vor Ort ein Gewinn ist, und zwar nicht nur für die Menschen im Mühlenberg.

Die ENERGIEOlympiade startet in den neuen Wettbewerb
Energieprojekte der Kommunen in Schleswig-Holstein sind ein Grundpfeiler der Energiewende. Vorbildliche kommunale Energieprojekte schützen nicht nur die Umwelt, sondern senken auch die Kosten und schaffen Spielräume für kommunales Handeln und Wertschöpfung vor Ort. Mit der ENERGIEOlympiade gibt die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) seit 2007 einen Anreiz, vorbildliche kommunale Projekte herauszustellen, sich mit anderen Kommunen zu vergleichen und auszutauschen. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen, Projekte kommen ins Rampenlicht, und Menschen mit dem gleichen Ziel kommen zusammen.
So einfach ist Mitmachen
Sie haben ein Energieprojekt, mit dem Sie bei der ENERGIEOlympiade dabei sein möchten? Dann bewerben Sie sich ganz einfach online: Teilnahmedisziplin aussuchen, Projekt beschreiben und das Formular direkt vom Computer abschicken. Wenig Aufwand, große Gewinnchance.*
Alle Informationen finden Sie unter www.energieolympiade.de.
*Teilnahmeberechtigt sind Städte, Gemeinden, Ämter und Kreise sowie Zweckverbände. Kommunen können sich auch zusammenschließen, um einen Wettbewerbsbeitrag einzureichen. Jede Kommune kann auch mit mehr als einem Beitrag dabei sein.
