Erste Hilfe für (Co)Pilot:innen – Radeln ohne Alter macht sich fit!


Eine Information von Radeln ohne Alter Leck e.V.

15 (Co)Pilot:innen von Radeln ohne Alter haben sich jetzt für den Ernstfall gewappnet: Im Leck-Huus fand ein Erste-Hilfe-Kurs statt – kompetent geleitet von Jasmin Petersen von Medical2 aus Niebüll.

Aber warum eigentlich? Wer mit dem Rikscha-Rad unterwegs ist, trägt Verantwortung – und zwar nicht zu knapp. Unsere Fahrgäste sind oft älter und können trotz eines guten Starts in die Fahrt unterwegs gesundheitliche Probleme bekommen. Gleichzeitig ist bei vielen (Co)Pilot:innen der letzte Erste-Hilfe-Kurs schlicht und einfach… eine Weile her. Uschi brachte es auf den Punkt: Fast 55 Jahre war sie ohne Auffrischung unterwegs – und sie ist damit nicht allein.

Hinzu kommt: Radeln ohne Alter fährt inzwischen in der Regel mit einem Piloten auf der Rikscha und einer Co-Pilotin bzw. einem Co-Piloten auf dem Fahrrad. Dieses Tandem funktioniert nicht nur beim Fahren gut – im Notfall bedeutet es: Man ist nicht allein. Aber nur dann, wenn beide wissen, was zu tun ist.

Und genau das haben die 15 Teilnehmenden nun gelernt. Das Programm war praxisnah und breit gefächert: Wie erkenne ich die Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls – und was tue ich dann? Wie lege ich einen Druckverband an, bringe jemanden in die stabile Seitenlage oder führe eine Herzdruckmassage durch? Und wie funktioniert eigentlich ein Defibrillator – und wo finde ich im Notfall einen?

Wichtig dabei:

A wie Atmung steht immer ganz oben.

Denn während bei Erwachsenen meistens das Herz der Übeltäter ist, beginnen Probleme bei Kindern zu 90 % mit der Atmung. Und wer den Notruf scheut, weil er nicht weiß, was er sagen soll: Die Leitstelle Nord arbeitet ein Protokoll ab – man muss die klassischen „5 W“ gar nicht mehr auswendig kennen. Einfach anrufen, die Fragen beantworten – und die Leitstelle begleitet einen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Am Ende des Tages sind die (Co)Pilot:innen von Radeln ohne Alter keine Mediziner – aber die Basics sitzen jetzt. Und das kann den Unterschied machen.

Die Rückmeldungen waren einstimmig positiv – eine tolle Gruppe, eine tolle Stimmung. Uschi hat übrigens schon angekündigt, in 50 Jahren zur nächsten Auffrischung wiederzukommen. 😄

Ermöglicht wurde die Teilnahme durch die großzügige Unterstützung der Lampe-Stiftung – herzlichen Dank!

Vielen Dank an Jasmin Petersen von Medical2 für den kurzweiligen und lehrreichen Kurs – und an das Leck-Huus für die Gastfreundschaft!