Für die Region ist unser Wilhelminen-Hospiz ein Qualitätsmerkmal!


Am 30.06.2020 wurde der Erweiterungsbau unseres Hospizes im Niebüller Westersteig abgeschlossen. Bereits am nächsten Tag statteten Bürgervorsteherin Sabine Detert und Bürgermeister Andreas Deidert dem Geschäftsführer des Hospizes, Bernhard Vogel, einen Besuch ab und ließen sich durch die neuen schönen Räume führen.

202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 2 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 6 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 3 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 5 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 7 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 8 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 10 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 9 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 1 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 11 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 12 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 13 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 14 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 4 202007 Wilhelminen-Hospiz Niebüll 17
<
>

Das Wilhelminen-Hospiz verfügt seit 2011 im bisherigen Bestandshaus über 7 Betten. Diese konnten nun um vier weitere Betten aufgestockt werden. Auch wenn sich die Hospizarbeit nach dem Prinzip “ambulant vor stationär” richtet, ist der Bedarf an stationären Plätzen im Hospiz sehr hoch, wenn zB die Versorgung im häuslichen Umfeld nicht mehr möglich ist. Zeitweise gibt es 30 Anfragen für die Warteliste.

Welche Bedeutung der ambulante Hospizdienst hat, wird deutlich, wenn man sich die Zahlen ansieht: auf  drei hauptamtliche Koordinatorinnen kommen derzeit 60 professionell ausgebildete Ehrenamtlerinnen (darunter zwei Herren). Auch die Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien “TRAU DICH” hat ebenfalls einen neuen Platz im Erweiterungsbau gefunden.

Das stationäre Hospiz finanziert sich durch sog. “Belegtage”, die Krankenkassen erstatten pro Belegtag die Kosten zu 95 %, für den Gast entstehen keine Kosten. Auch die Zugehörigen können auf Wunsch im Hospiz übernachten und werden mitversorgt. Die Differenz sowie die gesamte ambulante Arbeit finanziert sich durch Spenden, wie zB unlängst durch das Benefizkonzert mit dem Marinemusikkorps Kiel in Leck. 150 – 200.000€ fehlen dem Hospiz in jedem Jahr. Seit März konnten aufgrund der Bauarbeiten nur 5 der 7 Zimmer genutzt werden, auch hier fehlen die Einnahmen.

“Das ist wie Zuhause!”

Neben den schon erwähnten 60 Ehrenamtlern arbeiten 30 hauptamtliche MitarbeiterInnen in Teilzeit (entspricht ca. 14 Vollzeitstellen) im Hospiz. Auf drei Gäste kommt jeweils eine Pflegekraft. “Nachwuchssorgen” macht sich Bernhard Vogel derzeit nicht, die neu geschaffenen Stellen konnten schnell mit qualifiziertem Personal besetzt werden.

Der Erweiterungsbau bietet neben den vier neuen Gästezimmern endlich auch eigene Büros für die Geschäftsführung, den Sozialen Dienst sowie die Hospiz- bzw. Pflegedienstleitung. Vorher saßen diese drei MitarbeiterInnen gemeinsam in einem kleinen Raum zusammen, was die Arbeit gerade auch mit Angehörigen nicht einfacher machte. Weiter bietet der Neubau jetzt einen Seminarraum für Besprechungen, Aus- und Weiterbildung, aber auch Gästegruppen, zB aus den Kreisen des Amtes oder des Kirchenkreises, sind hier Willkommen. Ein Sozialraum für das Personal sowie eine große Küche rundet das tolle neue Angebot ab!

“Convenienceprodukte passen nicht in unser Konzept!”

…sagt Bernhard Vogel überzeugt. “Wir haben Wahlkost, wenn ein Gast morgens um 3 Uhr ein Spiegelei essen möchte, bekommt er ein Spiegelei!” Auch Besuche von Zugehörigen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich – auch in der Zeit des Lockdowns aufgrund von Corona blieben die Gäste hier nicht alleine.

“Für die Region ist unser Wilhelminen-Hospiz ein Qualitätsmerkmal!”

Diesem Statement konnten sich Sabine Detert und Andreas Deidert am Ende des Besuches voll und ganz anschließen! Ein kleiner Beitrag durfte deshalb auch in die Spardose des Hospizes wandern: